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Ela
Bikinimaus


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Beitrag[73366] Verfasst am: 25.04.2006, 10:29    Titel: News Antworten mit Zitat

Familienbericht kritisiert Arbeitswillen deutscher Mütter

Der neue Familienbericht geht mit jungen Müttern hart ins Gericht. Ihre Präsenz am Arbeitsmarkt sei gering. Doch die so gewonnene Zeit würden sie vor allem mit Freizeitaktivitäten verbringen.

Persönliche Freizeit wichtiger

Der siebte Familienbericht der Bundesregierung kritisiert einem Zeitungsbericht zufolge den Arbeitswillen von Müttern in Deutschland. "Die geringste Präsenz am Arbeitsmarkt findet sich bei deutschen Müttern, die diese gewonnene Zeit aber nicht in Hausarbeit investieren, sondern in persönliche Freizeit", zitiert die "Rheinische Post" aus dem Bericht, den Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) heute in Berlin vorstellt.

Wenn man das so liest, sieht es in deutschen Haushalten aus wie "Sau". Wir Frauen denken nur an unseren Spaß und das Haus / die Wohnung verkommt im Dreck.

Also ich finde, dieser Bericht ist ein Witz! Was ist so schlimm daran, dass ich in meiner Freizeit auch Aktivitäten nachgehe, in der die Hausarbeit eine sehr gerine Rolle spielt? Wie sieht es aus mit den Vätern? Die dürfen in ihrer Freizeit machen, was sie wollen und der Haushalt geht sie nichts an? Bei mir ist es so sauber und ordentlich, dass man sich wohl fühlt. Ich denke mal, es muss nicht so aussehen, als würden wir in einem Möbelhaus wohnen.

Und wie ist das mit "Ihre Präsenz am Arbeitsmarkt sei gering"???

Ich würde sehr gern arbeiten gehen, aber ein Kindergartenplatz ist für mich momentan finanziell nicht erschwinglich. Gäb es mehr Unterstützung, wäre ich gern präsenter am Arbeitsmarkt.

Ich arbeite als Aushilfe bei meiner Freundin im Restaurant für einen eher geringen Stundenlohn. Da schufte ich oft, bis ich alle Knochen spüre. Ich beklage mich nicht und freue mich über jeden verdienten Cent. Gern würde ich noch mehr arbeiten, aber ich weiß nicht, wohin mit Jan-Ole. Darüber sollte sich die Bundesregierung mal Gedanken machen und nicht um die Arbeit der Frauen im Haushalt. Ich möchte nicht wissen, was solche überflüssigen und schwachsinnigen Studien und Berichte kosten. Das könnten sie lieber in die Unterstützung von Familien mit und ohne Kindern, denn die kommen auch oft zu kurz, stecken.

Wie denkt Ihr darüber?
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[73374] Verfasst am: 25.04.2006, 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hui Ela , das ist ein sehr heißes Eisen Winken

Die Angaben der Frau Ministerin kann man nicht verallgemeinern und kommen auf das soziale Umfeld der Frauen an. Hier in meiner Wohngegend trifft sie leider aber zu. Zwei Häuer weiter ist eine Kindertagestätte und fast alle Kinder werden ganztags betreut. Die wenigsten Mütter üben einen Vollzeitjob aus. So sieht man die Frauen oft " im Dorf" flanieren, bis sie pünktlich um 16 Uhr ihre Kids abholen. Oft holen aber die flotten Omas die lieben Enkelkinder ab und greifen auch sonst ihren Töchtern hilfreich im Haushalt oder bei der Kinderbetreung unter die Arme.

Ich selbst hatte diesen Luxus nicht und war immer selbst für meine Tochter( und später für die betagten Eltern ) da. Meine Eltern waren für so einen Quirl einfach schon zu alt und die Tagesbetreung zu teuer. So waren wir nur einmal im Jahr im Urlaub und fuhren nur ein Auto. Man kam eben aus, mit dem was an Geld zur Verfügung stand.
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Claus
Administrator


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Beitrag[73385] Verfasst am: 25.04.2006, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auch, daß es die Sache der Mütter und Väter, bzw. auch deren Partner ist, wie Sie ihre Freizeit verbringen. Es ist ja auch nicht so, daß wir händeringend Arbeitskräfte suchen und keine finden.

Spannend wird es eigentlich erst dann, wenn die Mütter/Väter "angeblich" dringend Arbeit suchen, Unterstützung von uns allen (ich sage extra mal nicht so ganz anonym "vom Staat") bekommen, aber sich eigentlich garnicht ernsthaft um Arbeit bemühen, weil "flanieren" ja viel spaßiger ist und die Kohle ja auch so kommt.

So Aussagen wie "da wäre ich ja blöde, wenn ich noch arbeite" (denn für mich zahlen ja die anderen Blöden), bringen mich regelmäßig auf die Palme.

Mir ist klar, daß dies (hoffentlich) eine Minderheit ist und bleiben wird, die unser System hier so ausnutzt. Wenn es zu viele werden, wird es irgendwann einmal kippen.
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[73390] Verfasst am: 25.04.2006, 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ela -

Mal eine Frage : ist bei Euch in Heide nicht der Obulus für einen Betreuungsplatz für Kinder nicht Einkommensgestaffelt oder wird sogar bei niedrigem Einkommen bezuschußt ?
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Ela
Bikinimaus


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Beitrag[73393] Verfasst am: 25.04.2006, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Die KiGa-Beiträge sind für alle gleich. Egal ob Rechtsanwalt, Arzt oder Halbtagskraft. Das Einkommen muss so niedrig sein, dass man schon Hartz IV-Empfänger sein muss, um einen Zuschuss oder eine Befreiung zu bekommen. LEIDER. Ich habe mich bereits darum bemüht...aber ohne Erfolg.

Ihr habt Recht, wenn Ihr sagt, es gibt viele, die das System ausnutzen. Es ist hier auch oft so, dass es keine Kindergartenplätze mehr gibt, weil die KiGa´s zu voll sind. Nur ein Bruchteil der Mütter geht arbeiten, viele sind Sozialhilfe-, heute Hartz IV-Empfänger. Diese bekommen die Tagesstätte finanziert und geben natürlich die Kids ab. So haben sie mehr Zeit für sich und die Mütter, die kein "Sozialfall" sind, gucken in die Röhre.
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Claus
Administrator


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Beitrag[73395] Verfasst am: 25.04.2006, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Ela, das ist genau das was ich meinte.

Die einen "legen sich in die Sonne" und die andern bekommen keinen Job, weil keinen KiGa Platz, weil die anderen in der Sonne liegen. Ist schon ein bescheuertes System teilweise.

Hier in Büsum gibt es wohl glücklicherweise genug Plätze und auch die offene Ganztagesschule (für alle Schulformen) steht wohl kurz vor der Tür.

Ich war übrigens auch immer der Meinung, daß die Beiträge nach Einkommen gestaffelt sind. Ist wohl auch in anderen Städten so. Kollegen aus Hannover hatten wir jedenfalls einmal sowas erzählt.
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erika
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Beitrag[73396] Verfasst am: 25.04.2006, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ela , das war schon immer so oder ähnlich! Vor 15 Jahren bekamen allein erziehende Mütter überall den roten Teppich ausgerollt. Wer verheiratet war bekam die doofe Auskunft : "Sie sind doch verheiratet , was wollen sie eigentlich ! Mit den Augen rollen "

Wie, durch Heirat ist mein Kind benachteiligt ? Habe damals der Sachbearbeiterin ins Gespräch einfließen lassen, dass meine Schwiegermutter bei der WZ ( Westdeutsche Zeitung ) arbeitet. Mr. Green
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[73398] Verfasst am: 25.04.2006, 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Was mein Frust ,nicht wieder im Beruf unter zu kommen und erst in allerletzter Minute einen KiGa - Platz, ohne Mittagessen, zu bekommen nach sich zog, kann man unter " Pilze und Drogen " nachlesen .
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Ela
Bikinimaus


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Beitrag[73410] Verfasst am: 25.04.2006, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Claus hat folgendes geschrieben:
Ich war übrigens auch immer der Meinung, daß die Beiträge nach Einkommen gestaffelt sind. Ist wohl auch in anderen Städten so. Kollegen aus Hannover hatten wir jedenfalls einmal sowas erzählt.


Hier in Dithmarschen ist es leider nicht so. In Remscheid und auch in Kastellaun (Rheinland-Pfalz), hier wohnt meine Schwester, ist der KiGa-Beitrag nach Einkommen gestaffelt.

Als Ann-Kathrin in Hemmingstedt in den Kindergarten ging (Zu dieser Zeit arbeitete ich bis zur Geburt von Jan-Ole auch), bezahlten wir 125 € als Matthias bei der DEA arbeitete und auch, als Matthias arbeitslos und ich im Erziehungsurlaub mit Jan-Ole war. Wir hatten beim "Amt Heide Land" nachgefragt und leider nur negative Antworten bekommen.
Wir mussten vom Arbeitslosen- und Erziehungsgeld die 125 € KiGa-Beitrag aufbringen.
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[73412] Verfasst am: 25.04.2006, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

WAS ! Das darf doch nicht wahr sein Ela ! Ich dachte das wäre bundeinheitlich geregelt !
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Alpengirl
Kapitänleutnant


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Beitrag[73428] Verfasst am: 25.04.2006, 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Als Elli noch im Kindergarten war, zahlten wir für einen 1/2 Tages Platz so an die 65 DM.

Der Beitrag im Waldorf-Kindergarten richtet sich nach dem Einkommen der Eltern und wie oft das Kind den KiGa besucht.

Die Kirchlichen und Städtischen Kindergartenbeiträge halten sich die Waage.
Ganztagsgruppe 65€
Vormittagsgruppe 55€
Verlängerte Vormittagsgruppe 57€
2tes Kind 25 € in allen Gruppen
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Ma mueß allat s´Bescht hoffa, s´Schleacht kommt vo sell....
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Ela
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Beitrag[73434] Verfasst am: 25.04.2006, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Alpengirl hat folgendes geschrieben:
Die Kirchlichen und Städtischen Kindergartenbeiträge halten sich die Waage.
Ganztagsgruppe 65€
Vormittagsgruppe 55€
Verlängerte Vormittagsgruppe 57€
2tes Kind 25 € in allen Gruppen


Hier kosten die Kindergartenplätze für eine Betreuung von 8.00 bis 12.00 Uhr, also für 4 Stunden, ab 100 €. Für den Früh- und Spätdienst (also von 7.30 - 12.30 Uhr...für ´nen Halbtagsjob unumgänglich) zahlt man dann nochmal 12 € zusätzlich. Egal ob kirchlich oder staatlich...

Dann kann man mal sehen, dass bei Isolde ein Ganztagsplatz fast die Hälfte billiger als ein Vormittagsplatz hier ist.

Achso...2. Kind...in Hemmingstedt kostet der Kindergarten 125 €, für das 2. Kind zahlt man 80 € - das sind zusammen über 200 €!!!! Und wa wundert sich der Staat, warum es immer weniger Kinder gibt.
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Alpengirl
Kapitänleutnant


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Beitrag[73435] Verfasst am: 25.04.2006, 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Puhhh, bin ich froh, dass ich keinen Kindergartenplatz mehr brauche.
Obwohl.....Wir brauchen noch einen Platz für das Erzieherpraktikum (früher Vorpraktikum) von Elli. Winken
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[73438] Verfasst am: 25.04.2006, 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Habe mal nachgeblättert: wir zahlten damls für die Betreuung Mo- Fr. von 7.30 Uhr bis 12 .00 Uhr und von 14.00 - 16.00 Uhr DM 80 .
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nicky
Bootsmann


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Beitrag[73459] Verfasst am: 25.04.2006, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo...
also zu den Kindergartenplätze kann ich auch was sagen....hier in Hamm NRW ist es so...
Wir bezahlen 50 Euro (wird nach EInkommen gestaffelt, wir sind aber schon hoch eingestuft weil beide Einkünfte haben) ...
Wir bezahlen aber nur für ein Kind!!! Obwohl beide im Kindergarten sind. Man bezahlt nur für ein Kind, der 2. 3. oder 4. ist frei....
Das ist okay...
Meine beste Freundin in Itzehoe dagegen bezahlt für 1 Kind schon 125 Euro.....und die haben nicht viel Einkommen, das ist echt purer Luxus...und ihren 2. kleinen konnten sie nur im Kindergarten anmelden, da ihr Mann nun gute Arbeit gefunden hat...denn mal eben 250 Euro ist viel ....
Und auch wo ihr Mann arbeitslos war und sie nur Arbeitslosengeld bekamen mussten sie 125 Euro bezahlen , wobei es wohl einen kleinen ZUschuß von der Stadt gab...
Aber das sind schon heftige Unterschiede....
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Liebe Grüße von Nicky....
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