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Claus Administrator

Anmeldedatum: 08.09.2004 Beiträge: 4206 Wohnort: Büsum
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[63811] Verfasst am: 22.02.2006, 19:25 Titel: Grundschulwechsel |
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Eigentlich gehören hier ja eher Tipps rein, als Fragen.
Aber ich hoffe doch mal, daß meine Frage die Tipps dann nach sich zieht.
Wie würdet Ihr es anstellen, um einem Kind einen Schulwechsel leicht oder sogar schmackhaft zu machen? Es geht wohl um ein Wechsel zum Schuljahreswechsel von der 3. zur 4. Klasse. Alles andere innerhalb des Jahres halte ich für extrem ungünstig. Vielleicht wird es auch erst der Wechsel von der 4. zur 5., wo dann ja eh ein Schulwechsel "anfallen" würde. Aber bis dahin ist es ja noch recht lange.
Ist es üblich, daß man sich die neue Schule vorher einmal ansehen kann? Die Osterferien sind in den betroffenen Bundesländern (NRW und SH) dieses Jahr so versetzt, daß es durchaus möglich wäre, hier einmal zu "schnuppern". Meldet man sich für sowas an? Falls ja bei wem?
Vielleicht hat ja jemand von Euch sowas schon durch, oder hat es zumindest von anderen mitbekommen. Ansonsten haben wir ja zusätzlich auch noch erfahrene Pädagogen hier, die dieses Thema mit Sicherheit "von der anderen Seite" her kennen.
Ich bin schon gespannt auf Eure Beiträge. _________________ Es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden
komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen. |
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eisi Bootsmann

Anmeldedatum: 25.10.2004 Beiträge: 1723 Wohnort: Mittelhessen
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[63815] Verfasst am: 22.02.2006, 21:01 Titel: |
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Ich denke mal rein schnuppern sollte in einer guten Schule schon möglich sein. Ich würde mich mit der Frage an den Schulleiter wenden.
Wenn zwischen 4. und 5. Schuljahr sowieso gewechselt werden muß und man es so lange hinauszögern kann, ist das vielleicht einfacher.
Schmackhaft machen? Das ist sehr individuell - kommt doch sehr auf das Kind an. Freunde zurücklassen ist vielleicht schwierig, muß aber nicht sein, vielleicht freut sich das Kind auch auf Veränderung, da muß man überlegen was sich da anbietet an neuen, aufregenden und spannenden Sachen am neuen Ort.
Auf jeden Fall alles gute für den Wechsel! _________________ Eine Lösung hatte ich, aber sie passte nicht zum Problem. |
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bongo Bootsmann

Anmeldedatum: 09.09.2004 Beiträge: 1603 Wohnort: bei Hamburg
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[63823] Verfasst am: 22.02.2006, 23:34 Titel: |
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@Claus:
Wie ich deiner Frage entnehme, geht es hier nicht nur um einen Schulwechsel, sondern auch um einen Umzug (von Bielefeld nach Büsum ). Das Kind würde dabei aus seiner vertrauten Umgebung und seinem Freundeskreis herausgerissen werden. Der Schulwechsel wäre dabei nur sekundär.
Ich selbst habe auch mal die Schule gewechselt, und zwar innerhalb der vierten Klasse, ein paar Wochen nach den Sommerferien, jedoch ohne einen Umzug. Ich ging zuvor auf eine konfessionelle Schule, jedoch war die Klassenlehrerin untragbar. So kam ich auf eine staatliche Schule und erfuhr dabei von meinen neuen Mitschülern eine große Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft. Das hatte es mir sehr leicht gemacht.
Der Wechsel hatte mir also nicht geschadet. Ja, es war sogar gut, denn ein knappes Jahr später kam ich aufs Gymnasium, und dabei kamen einige Klassenkameraden aus der Grundschule in dieselbe Klasse. Das machte es für mich angenehmer und einfacher. _________________ Sag unter Freunden die Wahrheit und man mag dich nicht mehr! |
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Ela Bikinimaus

Anmeldedatum: 02.11.2004 Beiträge: 6736 Wohnort: ...im schönsten Bundesland der Welt...
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[63830] Verfasst am: 23.02.2006, 09:18 Titel: |
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Hallo Claus,
wie Du sicher noch wissen wirst, sind wir im Oktober 2004 nach Heide gezogen. Ann-Kathrin besuchte 8 Wochen die 2. Klasse und wechselte dann nach den Herbstferien die Schule.
Bei uns war es umgekehrt, Bongo. Sekundär waren die Freunde, da wir nur einige Kilometer vom alten Wohnort entfernt gezogen sind. (Obwohl Ann-Kathrin nur zu einem Mädchen weiterhin Kontakt hat). Primär war da der Schulwechsel.
Ann-Kathrin ist bis heute (sie besucht die 3. Klasse) nicht glücklich in der "neuen" Schule. Das liegt aber an der Schule an sich. Sie selbst hat neue Freunde gefunden. Sie pflegt eine tiefe Freundschaft zu "Yasmin", deren Mutter unsere Elternsprecherin ist und welche ähnliche schulische Leistungen hat und die gleichen Interessen.
Das mit den schulischen Leistungen erwähne ich, weil dies der Grund für Ann-Kathrins Unwohlsein ist. Sie wurde leider in eine "Problemklasse" - in eine "Integrationsklasse" gesteckt. Die anderen Klassen waren mit 26 Schülern überfüllt. Diese "I"-Klasse dürfen nur max. 20 Kinder besuchen. Bei uns zum Umzugszeitpunkt waren es nur 16 Kids.
In dieser Klasse gibt es viele sprachbehinderte und verhaltensgestörte Kinder sowie einen Authisten. Die meisten Schüler sind bereits 10 - 11 Jahre alt und besuchen schon das 5. Jahr die Grundschule.
Ich selbst habe keine Vorurteile - auch nicht gegen den sehr hohen Ausländeranteil ihrer Klasse. Aber es verfolgen von momentan 19 Kinder nur 4 - 5 Kids den Unterricht. Die anderen stören, schwatzen und haben keinen Bock. Dies drückt natürlich die Leistungsträger. Die Lehrer ziehen den Unterricht durch - es gibt täglich dafür haufenweise Hausaufgaben auf.
3/4 der Klasse hat einen Durchschnitt von 4 und schlechter, was ungewöhnlich für eine 3. Klasse ist. Unsere Tochter fühlt sich nicht wohl hier und würde am liebsten wieder in die Dorfschule wechseln. Aber das geht leider nicht.
Einen Vorteil hat diese Schule hier allerdings. Wenn es um den Wechsel auf die weiterführenden Schulen geht, liegt diese Heider Grundschule vorn. Hier wird der Unterricht anders durchgezogen als auf der Dorfschule in Hemmingstedt. Die Kids, welche von dieser Schule kommen, haben Probleme nach dem Wechsel. Das ist seit Jahren bekannt, wird aber wie es scheint ignoriert.
Ann-Kathrin hat eine "alte" Freundin behalten, zu den anderen hat sie nur noch "losen Kontakt". Das alte Sprichwort :Aus den Augen, aus dem Sinn bewahrheitet sich immer wieder.
Was ich mit diesem Bericht sagen will:
Jedes Kind ist anders. Es kommt auf den Familienzusammenhalt an, auf die Festigkeit der Freundschaften, auf die Schulleistungen und und und.
Es sind viele Faktoren. Die Mutter selbst sollte ihr Kind kennen und wissen, wo es Probleme geben wird. Hier sollte sie sich stärker mit ihrem Kind auseinandersetzen.
Pflegt es z.B. eine tiefe Freundschaft, würde es dem Kind wohl helfen, eine bestimmte Zeit in der Woche mit dem Freund zu telefonieren / chatten o.ä.
Hat es schulische Probleme - bei uns war zum Glück die "neue" Schule im Stoff hinterher - sollte die Mutter sich viel Zeit für Hilfe bei den Hausaufgaben einplanen.
Das Kind braucht viel mehr Aufmerksamkeit nach so einem Umzug.
Auf keinen Fall verrückt machen! Kinder sind widerstandsfähiger und anpassungsfähiger als so manch Erwachsener!!!
Die Mutter sollte in der neuen Schule anrufen und einen Termin vereinbaren. Bei uns war es möglich, die neue Klasse "anzusehen". Die Sekretärin zeigte Ann-Kathrin die Schule und ihre Klasse.
Klar, ein Schulwechsel ist von der 4. zur 5. Klasse einfacher. Aber bis dahin sind es noch 1 1/2 Jahre!
Den Schulwechsel schmackhaft machen würde ich nicht. Die Enttäuschung, wenn es anders als erwartet kommt - so wie bei uns - ist nachher größer!!!
Erklärt dem Kind die Gründe für den Umzug. In dem Alter verstehen sie das. |
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wapi Fähnrich

Anmeldedatum: 16.09.2004 Beiträge: 664 Wohnort: Büsum
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[63848] Verfasst am: 23.02.2006, 10:54 Titel: |
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Hm, ist ja interessant, was ich da zwiscchen den Zeilen vermute...
Meine etwas zurückliegenden (vor Pisa) Erfahrungen aus einem Realschulwechsel sind:
1. Das Niveau hier vor Ort lag in Englisch und Mathe über ein halbes Jahr und in Französisch fast zwei Jahre gegenüber der Schule in NRW zurück. Leicht zu erkennen an den verwendeten Büchern.
2. Die Rektoren sind i.d.R sehr aufgeschlossen und man kann sich dort beraten lassen. Die zeigen auch gern ihr Haus. Ich würde mir auf jeden Fall auch etwas über besondere Unterrichtsangebote und -konzepte erzählen lassen, wodurch sich diese Schule auszeichnet. Zumindest danach fragen. Es ist von Vorteil, wenn das Kind da gleich dabei ist. Mit Zustimmung des zuständigen Lehrers sollte es dann auch möglich sein, mal einige Tage in einer Klasse am Unterricht teilzunehmen. _________________ wapi |
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Claus Administrator

Anmeldedatum: 08.09.2004 Beiträge: 4206 Wohnort: Büsum
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[63852] Verfasst am: 23.02.2006, 11:43 Titel: |
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Hallo zusammen,
ich wollte mich schon mal bedanken für die ganz tollen Antworten und Erfahrungsberichte hier. Diese haben uns in der Meinung bestärkt, doch auf jeden Fall mit dem Schulleiter zu sprechen und dann wohl auch mal schauen, ob ein Probeunterricht möglich ist. Ist aber schon ein bisschen Quälerei, ein Kind in den Schulferien woanders in die Schule zu schicken Aber auf einer fremden Schule ist das bestimmt eher spannend, als wirklicher Schulstreß. _________________ Es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden
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bongo Bootsmann

Anmeldedatum: 09.09.2004 Beiträge: 1603 Wohnort: bei Hamburg
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[63889] Verfasst am: 23.02.2006, 19:07 Titel: |
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Probeunterricht klingt ja ganz nett, aber gibt's denn überhaupt eine Alternative zu der zuständigen Schule an dem neuen Wohnort? Selbst Ela hatte für ihre Tochter offensichtlich keine Alternative und daher muss Hummelbiene nun in diese merkwürdige Klasse gehen.
Es sieht so aus, als ob die betreffenden Personen einen Umzug bzw. Zusammenzug davon abhängig machen, ob die in dem neuen Wohnort zuständige Schule dem Kind zusagt. Das ist sicherlich eine sehr lobenswerte Einstellung. Aber ich glaube kaum, dass ein Besuch der neuen Schule oder ein Probeunterricht in derselben eine befriedigende Antwort auf diese Frage geben könnte. Selbst bei einem Wechsel unserer Arbeitsstelle erkennen wir doch meist erst Wochen oder Monate später, ob die Entscheidung wirklich richtig war. Dann ist es aber zu spät.
Außerdem besteht das Leben eines Kindes doch nicht nur aus Schule. Die Frage ist doch, ob das Kind überhaupt in den möglichen neuen Wohnort ziehen möchte. Vielleicht sollte dabei auch die Zukunft des Kindes, also eine spätere Ausbildung und die beruflichen Chancen bzw. das Vorhandensein von Hochschulen in Erwägung gezogen werden. _________________ Sag unter Freunden die Wahrheit und man mag dich nicht mehr!
Zuletzt bearbeitet von bongo am 23.02.2006, 19:21, insgesamt einmal bearbeitet |
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Dieter Leutnant

Anmeldedatum: 22.01.2005 Beiträge: 3916 Wohnort: Wuppertal-Vohwinkel
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[63891] Verfasst am: 23.02.2006, 19:09 Titel: |
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Hallo Claus, hier meldet sich nun der von dir angesprochene Pädagoge zu Wort.
Macht euch bloß keine Gedanken wegen des Schulwechsels. Kinder in diesem Alter sehen das offensichtlich viel lockerer als wir Erwachsenen. In meiner Klasse ist ein Kind, dass aus Neumünster nach Wuppertal gezogen ist. Ein weiteres kam aus Sachsen-Anhalt. Beide haben sich schon am ersten Tag wohlgefühlt und schnell Freunde gefunden.
Ich würde den Schulwechsel nicht hinauszögern und auch nicht auf Teufel komm raus bis zum Ende des Schuljahres warten. Würde dem Kind auch keinen Probeunterricht zumuten. Da sehe ich keinen Sinn drin. Für das Kind ist es völlig normal, dass ein Umzug mit einem Schulwechsel verbunden ist. Ein Probeunterricht würde ihm doch nur Zweifel an der neuen Schule suggerieren.
Ansprechpartner ist in jedem Fall die Schulleitung der neuen Schule. Die könnte man natürlich im Vorfeld des Schulwechsels kontaktieren. Als Lehrer stellt man sich auch vorher gerne auf einen neuen Schüler ein. Bei mir stehen sie leider zumeist plötzlich in der Klasse.
Ela, dein Beitrag hat mich eher traurig gestimmt. Es muss nicht sein, dass Kinder in Klassen mit vielen behinderten Kindern oder Migranten beim Wechsel auf die weiterführende Schule schlechter gestellt sind. Normalerweise sollten die lernstarken Schüler in Fördergruppen Zusatzangebote erhalten, die die Defizite durch den regulären Unterricht ausgleichen. Integrationskassen sehe ich nicht als Problemklassen da sie erstens weniger Schüler haben und zweitens zusätzlich durch Sonderschullehrer, die die entsprechenden Kinder betreuen, unterstützt werden. So befinden sich also sehr oft zwei Lehrkräfte in der Klasse. Bei euch in Heide muss da wohl was schief laufen. Leider kenne ich die genauen Umstände nicht. |
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Kelte Bootsmann

Anmeldedatum: 11.01.2006 Beiträge: 1262 Wohnort: Biebertal - Mittelhessen
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[63903] Verfasst am: 23.02.2006, 20:15 Titel: |
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Also, da kann ich Dieter nur recht geben!
Bei uns war es umgekehrt, da sollte ein Klassenkamerad von unserem Jügsten der als Frühchen geboren war und nicht laufen konnte in eine Sonderschule "abgeschoben werden". Alle Kinder und Eltern habne dafür gesorgt, dass er in der Klasse blieb!
Das lief hervorragend!
Die Behinderung war für die Kinder einfach nicht vorhanden! _________________ Reden ist Silber!
Schweigen manchmal Gold! |
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Dieter Leutnant

Anmeldedatum: 22.01.2005 Beiträge: 3916 Wohnort: Wuppertal-Vohwinkel
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[63906] Verfasst am: 23.02.2006, 20:41 Titel: |
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| Man sollte auch nicht verachten, welch wertvolle Erfahrungen die Kinder durch das Zusammenleben mit Behinderten oder Migranten für's Leben erwerben. |
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eisi Bootsmann

Anmeldedatum: 25.10.2004 Beiträge: 1723 Wohnort: Mittelhessen
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[63912] Verfasst am: 24.02.2006, 01:12 Titel: |
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Dieter, ich denke auch so.
Was den "Probeunterricht" betrifft denke ich es ist doch wohl eher ein "Hineinschnuppern" und das finde ich prima - nimmt es doch vielleicht dem Kind etwas von der Unsicherheit mit der es sonst fertig werden muß. Wenn man die Mitschüler und den Lehrer/ die Lehrerin schon mal kennengelernt hat kann man vielleicht etwas entspannter sein. _________________ Eine Lösung hatte ich, aber sie passte nicht zum Problem. |
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Ela Bikinimaus

Anmeldedatum: 02.11.2004 Beiträge: 6736 Wohnort: ...im schönsten Bundesland der Welt...
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[63915] Verfasst am: 24.02.2006, 08:59 Titel: |
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Probeunterricht finde ich auch nicht unbedingt sinnvoll. Ann-Kathrin wurde den Kids und ihrer Lehrerin damals vor den Herbstferien vorgestellt. Alle guckten erwartungsvoll und Ann freute sich auf den ersten Schultag.
Sie war totunglücklich wegen des Schulwechsels - hatte aber die Gründe für den Umzug verstanden und akzeptiert (Ihr blieb auch nichts anderes überig).
Das mit den behinderten / lernschwachen Kindern ist sehr gut. Man sieht einigen Kids ihre Behinderung an. Die Schüler hänseln sie nicht. Für sie ist das normal. Das finde ich gut!!!
Normalerweise besuchen solche - ich nenne sie mal lernschwache Schüler - die Friedrich-Elvers-Schule in Heide (Förderschule).
Da aber die weiterführende Schule "Heide-Ost" (Haupt- und Realschule & Gymnasium) zu wenig Platz hat, wurden in der Friedrich-Elvers-Schule Räume angemietet. Somit haben einige lernschwachen Kids nicht die Möglichkeit, diese Schule zu besuchen.
Es geht ja auch nicht um die Kids an sich sondern um ihr Verhalten.
Es sind in unserer Klasse immer eine Lehrkraft und 2 Sozialpädagogen beim Unterricht dabei. Es wird trotzdem nicht geschafft, Ruhe in die Klasse zu bringen.
Die Eltern der Kids interessieren sich nicht wirklich für die schulischen Leistungen. Beim Elternabend sind gerade mal 5 Eltern anwesend. Die Eltern, deren Kinder eine größere Aufmerksamkeit (so nenne ich es mal) "nötig haben", fehlen bei solch "Veranstaltungen". Eigentlich traurig.
Diktate werden in dieser Klasse in 3 Formen geschrieben.
"Gruppe" 1 (Da ist Ann-Kathrin zu finden) schreibt das normale Diktat.
"Gruppe" 2 schreibt ein Diktat aus der 1. / 2. Klasse und
"Gruppe" 3 bekommt einzelne Wörter, da die Kids nicht hinterher kommen würden, wenn sie Sätze schreiben müssten.
Mathearbeiten schreibt auch nur ein Teil der Klasse. Der andere Teil bekommt andere Aufgaben.
Es gibt hier für die schwachen Kids Förderunterricht.
Wenn die Leistungen von Ann-Kathrin und 2 weiteren Mädchen so bleibt, könnten sie es auf´s Gymnasium schaffen. Aber uns bleibt für diese Entscheidung noch Zeit... |
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Alpengirl Kapitänleutnant

Anmeldedatum: 08.09.2004 Beiträge: 14638 Wohnort: Im schönen Oberallgäu
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[63949] Verfasst am: 24.02.2006, 13:19 Titel: |
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Ela, mit den Elternabenden, Elternsprechtagen ist es bei uns auch nicht anders. Von den Jugendlichen, wo alles passt, Noten, Verhalten da sind die Eltern immer anwesend und interessiert. Aber bei den Damen, die sich nicht benehmen können und keine guten Noten haben ist kein Elternteil zu finden.......Das war schon in der Grundschule so und hat sich bis in die 9. Kl. Realschule durchgezogen.
Ellis Schule ist eine reine Mädchenrealschule mit einem kirchlichen Träger und wir zahlen Schulgeld, da sollte man doch meinen, dass hier etwas mehr Interesse der Eltern zu finden sein sollte. Aber denkste. Nicht mal jetzt wo es um die Lehrstellen für Sept. 2007 geht zeigen sich die Eltern.
In Ellis Klasse sind 33 Schülerinnen, knapp 10 Damen arbeiten mit, einige interessiert garnichts und die anderen stören den Unterricht.
Beim Zwischenzeugnis, welches es letzte Woche gab, haben über die Hälfte der Schülerinnen in der 9c gleichzeitig auch einen Brief erhalten, in dem stand, dass die Versetzung in die 10. Klasse schon jetzt gefährdet ist.
Als ich das hörte blieb mir fast die Spucke weg.......
Mensch bin ich froh, dass Elli keine Probleme mit den Noten und der Lehrstelle hat. _________________
Ma mueß allat s´Bescht hoffa, s´Schleacht kommt vo sell....
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Ela Bikinimaus

Anmeldedatum: 02.11.2004 Beiträge: 6736 Wohnort: ...im schönsten Bundesland der Welt...
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[63960] Verfasst am: 24.02.2006, 14:47 Titel: |
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| Das ist aber heftig, AG. Über die Hälfte der Schülerinnen schaffen es evtl. nicht in die 10.? Das macht sogar mich sprachlos... |
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Alpengirl Kapitänleutnant

Anmeldedatum: 08.09.2004 Beiträge: 14638 Wohnort: Im schönen Oberallgäu
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[63994] Verfasst am: 25.02.2006, 08:40 Titel: |
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Irgendwie schaffen es die meisten dann doch immer, aber frag lieber nicht mit wechem Notendurchschnitt.......
Elli ist schon unzufrieden, wenn es bei ihr mal eine drei gibt.  _________________
Ma mueß allat s´Bescht hoffa, s´Schleacht kommt vo sell....
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