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DAS darf doch wohl nicht wahr sein!
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Ela
Bikinimaus


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Beitrag[60927] Verfasst am: 01.02.2006, 14:46    Titel: DAS darf doch wohl nicht wahr sein! Antworten mit Zitat

DAS DARF NICHT WAHR SEIN!!! Was ist nur in der Welt los...

Folgenden Zettel bekam Ann-Kathrin in der Schule:



Ann-Kathrin fährt fast immer allein mit dem Rad zur Schule. Da mache ich mir nun meine Gedanken. Momentan hat Matthias Urlaub.
Er fährt sie erst mal jeden Tag mit dem Auto.

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Gast






Beitrag[60934] Verfasst am: 01.02.2006, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ann-Kathrin fährt fast immer allein mit dem Rad zur Schule. Da mache ich mir nun meine Gedanken. Momentan hat Matthias Urlaub.
Er fährt sie erst mal jeden Tag mit dem Auto.



Ela ich glaube es ist eine gute vorläufige Regelung!!!Aber wenn der Urlaub vorbei ist---????
Wie ist der Schulweg - gibt es Unterführungen,Gebüschanhäufungen oder einsame Winkel????
.Wie weit muß Ann-Katrin radeln?Sind dort Menschen regelmäßig um diese Zeit auf den Gehwegen?
Du kannst deine Tochter auch nicht immer begleiten,nehme ich einmal an
Außerdem ist es zur Selbstständigwerdung auch nicht hilfreich,wenn Mama überall mit geht.Das ist jetzt aber ein hartes "Nüßchen" das Ihr da knacken müsst!!!! Traurig
Halte uns doch bitte auf dem Laufenden.
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[60940] Verfasst am: 01.02.2006, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn ich jetzt geteert und gefedert werde stelle ich mal die Gegenfrage : Sind die Aussagen des Kindes als glaubwürdig einzustufen ?

So einen Fall hatten wir vor Jahren in der Grundschule auch . Das schlug hier haushohe Wellen . Keiner sprach von was anderem, als von Mr. X. Nun wohnen wir sehr ländlich und wir Eltern gingen der Sache dann in Eigenregie nach . Dann stellte sich nach einiger Zeit die Sache als " Ente" herraus. Die Kleine genoß aber ihren Auftritt nach allen Regeln der Kunst.
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Gast






Beitrag[60951] Verfasst am: 01.02.2006, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Selbst wenn es eine "Ente" wäre - es ist ein Grund über eventuelle Möglichkeiten nachzudenken.Es hat wenig Zweck den Brunnen "zuzuschütten,wenns Kind drin liegt"!!!!Besser ist es diese Gelegenheit zu nutzen,die Kinder auf solche Vorkommnisse vorzubereiten und mögliche "Gegenwehr" zu trainieren.

Allerdings sollte man auch den Kindern klar machen - sich wichtig machen kann lebensgefährlich werden.Wenn man hinterher niemanden mehr findet,der einem glaubt - dann wird es schwierig!!!!!
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Ela
Bikinimaus


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Beitrag[60955] Verfasst am: 01.02.2006, 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

erika hat folgendes geschrieben:
Auch wenn ich jetzt geteert und gefedert werde stelle ich mal die Gegenfrage : Sind die Aussagen des Kindes als glaubwürdig einzustufen ?


In Hemmingstedt gab auch so einen Fall.
Hier wurden kleine Mädchen von einem Mann missbraucht - in der unmittelbaren Nachbarschaft von Matthias´s Bruder. Letztes Jahr stand er vor Gericht.

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snowcat
Leutnant


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Beitrag[60957] Verfasst am: 01.02.2006, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ela,

also ich würde jetzt auch erst mal mit Ann-Kathrin zur Schule gehn. Aber irgendwann müßten eure Bemühungen gereifen, bzw. die Kinder müssen wissen, daß sie mit keinem Fremden mitgehen dürfen.
Als ich noch zur Schule ging, mußten wir mit den Rädern an einem Waldstück vorbei fahren und dort hatte es sich ein Exibitionist gemütlich gemacht und erschreckte alle kleinen Mädchen, die dort vorbeiradelten.
Es hat 3 Tage gedauert, dann hatte die Polizei den Mann gefasst.
Ok, Exibitionisten führen in den meisten Fällen den Opfern kein körperliches Leid zu, was bei euch ganz anders zu erwarten wäre.
Aber ihr könnt nur gut auf eure Kinder einreden mit keinem Fremden mitzugehn und keine Süßigkeiten anzunehmen und könnt nur hoffen, daß die Polizei ihn faßt oder es sich als Ente herausstellt!

Gruß snowcat
_________________
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[60959] Verfasst am: 01.02.2006, 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke , das Verhalten der Kinder gegenüber fremden Personen zu üben, ist fester Bestandteil der elterlichen Erziehung und dürfte selbstverständlich für die Eltern sein.

Allerdings sollte man auch die Kinder über die Folgen von Lügereien aufklären. In unserem Fall wäre beinahe ein bisher unbescholtener , aber geistig etwas behinderter bzw. sonderbarerer Mitbürger dem Geltungsdrang des Kindes zum Opfer gefallen.

Drum auch meine Frage nach der Glaubwürdigkeit des Kindes. Ist das Kind als Glaubwürdig einzustufen, dann ist die Sache doch in Ordnung und Eltern , Schule und Polizei können geeignete Maßnahmen gemeinsam zum Schutz der Kinder erarbeiten.

Befremdend finde ich es nur, dass bei euch wohl noch kein Elternabend zu diesem empfindlichen Thema stattgefunden hat !
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Gast






Beitrag[60978] Verfasst am: 01.02.2006, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich denke , das Verhalten der Kinder gegenüber fremden Personen zu üben, ist fester Bestandteil der elterlichen Erziehung und dürfte selbstverständlich für die Eltern sein.


Das ist auch so ein Satz,der nicht so ganz ohne Tücke ist!!!!
In den meisten Fällen von Kindesmißbrauch sind die Täter dem Kind nur zu gut bekannt.Es sollte verstärkt auch die Abwehr "gut bekannter Personen" geübt werden.Gerade das gute Bekanntsein macht es diesen Tätern leicht.Vor allen Dingen muß das Kind lernen offen mit den Eltern über Annäherungen zu sprechen.Scham oder Angst sind die schärfsten Waffen der Pädophilen.
Gott sei Dank ist die heutige Aufklärung eine Hilfe bei diesem Problem.
Mir ist im Alter vo 8 Jahren ein Exhibitionist in die Quere gekommen.Ich habs unserem Dorfpolizisten erzählt und bin zu Hause dafür verprügelt worden!Das hat mich aber nicht schlau gemacht - nein ich duimmes Huhn habe Mutter gesagt,das mein Onkel "seine Finger nicht bei sich halten konnte"!!Was ist passiert???Ich habe die Prügel meines Lebens bezogen ( weil ich "meinen guten und lieben Onkel verleumdet hätte!!!! Böse )und von diesem Tag habe ich immer schnell laufen können Böse Böse Böse
DAS war 1953 bis 1962 -----heute werden die Eltern wohl besser reagieren?????
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erika
Kapitänleutnant


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Beitrag[60982] Verfasst am: 01.02.2006, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist alles richtig Catsam, aber in Elas Fall entnimmt man dem Text des Schulbriefes, dass es sich wohl um eine fremde Person handelt, die sich dem Kind nähert.

Sexuelle Belästigung von bekannten Personen ist ganz brisantes Thema, um dass es sich aber in diesem Fall wohl nicht handelt.
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Dieter
Leutnant


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Beitrag[60987] Verfasst am: 01.02.2006, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ela, so etwas kann uns täglich begegnen. Glücklicherweise sind solche Übergriffe jedoch selten.
Unsere Schule arbeitet schon sehr lange durch Aufklärung der Eltern und Schüler dagegen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Kriminalkommisariat Vorbeugung. Alle zwei Jahre sehen die Schüler im Rahmen des Klassenverbandes drei kleine Theaterstücke, in denen ihnen Missbrauchssituationen vorgespielt werden. Die Schauspieler, pädagogisch geschulte Kräfte, sprechen mit den Kindern über die Geschehnisse und geben ihnen geeignete Handlungsstrategien an die Hand. Im Vorfeld haben auch die Eltern dieses Stück gesehen und können gut informiert mit ihren Kindern darüber sprechen. Das Selbstbewusstsein der Schüler wird nach meinen Beobachtungen dadurch enorm gestärkt und sie erfahren auch, wo sie sich Hilfe holen können.

Ela, gibt es nicht die Möglichkeit, dass Ann-Kathrin mit einer Mitschülerin gemeinsam zur Schule fahren kann? Wenn ihr sie jetzt zur Schule fahrt, bekommt sie doch nur noch mehr Angst, später mal wieder allein auf dem Schulweg zu sein. Stärkt sie doch lieber, indem ihr mit ihr und vielleicht auch Nachbarkindern gemeinsam spielerisch Verhaltensweisen für den Ernstfall einübt. Täter dieser Art haben meist wenig Selbstbewusstsein und wenn ein Kind ihnen klar und konsequent gegenübertritt besteht in der Regel keine Gefahr.

Ich bin mir sicher, dass nichts mehr im Bereich der Schule passieren wird. Die Polizeipräsenz merkt der Täter sicher sehr schnell. Nur gut, dass sich das Kind den Eltern anvertraut hat.
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Ela
Bikinimaus


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Beitrag[61007] Verfasst am: 02.02.2006, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Eure Meinungen.
Ich weiß leider nicht, welches Mädchen betroffen ist. So kann ich nichts über die Glaubwürdigkeit sagen.

Ab Montag fährt Ann-Kathrin wieder mit dem Fahrrad zur Schule. Auf dem Nachhauseweg ist sie meist mit Mitschülern/innen unterwegs.

Sie wurde von uns schon sehr frühzeitig "aufgeklärt", was alles passieren kann. Ann weiss, wie sie sich zu verhalten hat. Ich hoffe, dass sie nie in eine solche Situation gerät.

In der Schule wurde bisher noch nicht darüber gesprochen. Mich wundert das. Beim nächsten Elternabend wird das mit Sicherheit zum Thema gemacht!

Auch wenn es sich als Lüge heraussttellen sollte (Viele Eltern wären darüber sicher glücklich - auch ich...), soll unsere Schule dies zum Anlass nehmen, mit den Kids darüer zu sprechen. So, wie es Deine Schule, Dieter, hält, find ich es richtig.

Ich denke auch, Catsam, dass es ein heikles Thema ist, wenn es innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises zu sexuellen Übergriffen kommt. Sollten meine Kinder mal etwas in dieser Richtung andeuten, werde ich mit Sicherheit nicht so reagieren, wie es Deine Mutter getan hat. Wahnsinn...

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Gast






Beitrag[61024] Verfasst am: 02.02.2006, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt und gab ( weder heute noch damals) eine Entschuldigung für "weg sehe oder hören" - aber man muß die Zeit damals berücksichtigen.Eine prüde Dorfgemeinschaft - "über SOWAS sprach man nicht!!!"
Aber hinter vorgehaltener Hand wurden die Opfer solcher Übergriffe dann "in der Luft zerrissen" (die OPFER ------nicht die Täter!!!)
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Dieter
Leutnant


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Beitrag[61078] Verfasst am: 02.02.2006, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Catsam, dass muss für dich ein einschneidendes Erlebnis gewesen sein.
Ich spreche mit meinen Schülern darüber bereits im zweiten Schuljahr.
Fand es früher auch manchmal schlimm, wenn mir irgendwelche Verwandten ein Küsschen gegeben haben. War bestimmt lieb gemeint, muss aber nicht unbedingt sein. Damals konnte ich noch nicht "Nein!" sagen.

Die Aktionen an unserer Schule gegen sexuellen Missbrauch sind natürlich sehr kostenintensiv. Glücklicherweise wird diese Aktion von den Soroptimisten gesponsert. Die kennt bestimmt nicht jeder. Die Lions, der männliche Gegenpart sind sicherlich bekannter. Dies vielleicht als Tipp, Ela, für den nächsten Elternabend. Da muss die Schule aber schon an einem Strang ziehen. Für eine Klasse ist das viel zu teuer. Schade, aber die Lehrerin hat ja auch Möglichkeiten.
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eisi
Bootsmann


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Beitrag[61145] Verfasst am: 02.02.2006, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ela,

was ich besonders wichtig finde ist , dass Kinder auch mal lernen "nein" zu sagen - vor allem " nein" sagen dürfen! Oft erwarten wir von unseren Kindern immer nur Wohlverhalten besonders Erwachsenen gegenüber.

Sie müßen sich auch im Alltagsleben trauen dürfen auch mal einem Erwachsenen zu widersprechen wenn sie eine Sitouation nicht mögen oder ihnen etwas nicht geheuer ist. Wenn wir immer nur Anpassung wollen machen wir es ihnen schwer ihre Meinung auch zu vertreten. Das heißt nicht dass wir schlechtes Benehmen fördern sollen, natürlich müßen sie eine angemessene Form lernen. Aber wie oft gehen Erwachsene einfach über den Wunsch von Kindern hinweg.
Wir müßen die Kinder ernst nehmen und ihnen auch Respekt zugestehen.

Selbstvertrauen ist ein wichtiger Schutz!
_________________
Eine Lösung hatte ich, aber sie passte nicht zum Problem.
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Sonnenblume
Fähnrich


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Beitrag[61152] Verfasst am: 03.02.2006, 00:45    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr gut geschrieben, eisi !! Sehr glücklich
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Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln !
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