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Monika Oberleutnant
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 5568 Wohnort: Westerwald
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[182678] Verfasst am: 21.06.2008, 22:59 Titel: |
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Ich war Anfang Mai dort
Blick zur Düne
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... da isse wieder
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Das soll die Reede sein?
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... das sieht man doch
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Blick nach links
ein bisschen Felswatt und Wasser, soweit das Auge reicht
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Blick nach rechts
sattes Grün und blaues Wasser und blauer Himmel
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ein schwarzes Schaf
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... und noch eins
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Monika Oberleutnant
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 5568 Wohnort: Westerwald
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[182681] Verfasst am: 21.06.2008, 23:12 Titel: |
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... auf der Düne angekommen
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Landebahn... nicht nur für Flugzeuge
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Unser guter Freund (ja, auch wir haben einen ) hat uns dies ermöglicht
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...da isse - und sie steht noch!
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... nachhause mussten wir ja leider auch wieder
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... und tschüß
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... die Atlantis irgendwo auf "hoher See"
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Blutsuechtige Kapitänleutnant

Anmeldedatum: 15.04.2006 Beiträge: 14876 Wohnort: ...irgendwo zwischen Harz und Nordsee .....
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[182683] Verfasst am: 21.06.2008, 23:15 Titel: |
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wow ich möchte auch wieder hin!!! _________________ Ich bin ein Nachtvogel - Tagsüber nicht zu gebrauchen
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Monika Oberleutnant
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 5568 Wohnort: Westerwald
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[182688] Verfasst am: 21.06.2008, 23:39 Titel: |
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| Blutsuechtige hat folgendes geschrieben: | | wow ich möchte auch wieder hin!!! |
... ok, ich schick dir ein "Taxi"
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... immernoch Nebel
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... wie man sieht, man sieht nix
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... gute Nacht
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Blutsuechtige Kapitänleutnant

Anmeldedatum: 15.04.2006 Beiträge: 14876 Wohnort: ...irgendwo zwischen Harz und Nordsee .....
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[182692] Verfasst am: 21.06.2008, 23:54 Titel: |
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 _________________ Ich bin ein Nachtvogel - Tagsüber nicht zu gebrauchen
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Neelix Bootsmann

Anmeldedatum: 25.08.2005 Beiträge: 1121 Wohnort: im Frankenlande
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[183395] Verfasst am: 06.07.2008, 14:21 Titel: |
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Aber bei allem Wagemut bleiben doch ein paar Gedanken dagegen. Nämlich wer bezahlt, wenn die geschätzten 80 Mio. Euro Baukosten nicht ausreichen, was sehr wahrscheinlich passieren würde - siehe Magnetschwebebahn. War auch sehr wagemutig. Als zweites müßten die Insulaner und die Gäste mit ca. 10 Jahren Baulärm zurechtkommen. Da kann man nur mutmassen, aber ich denke, die Insulaner müssen bleiben - aber die Gäste werden wegbleiben.
Und spinnen wir den Gedanken mal weiter - das Bauvorhaben ist geschafft, Ruhe kehrt ein und eine neue Klientel von Gästen soll ihr Geld auf Helgoland lassen. Die besser betuchte Gesellschaft wird nicht Helgoland ansteuern sondern weiterhin Sylt.
Das sind meine Gedanken so um das Thema und ich bin weiß Gott kein Pessimist.  _________________ Am Ende des Tunnels wird es wieder hell! |
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Andrea Leichtmatrose

Anmeldedatum: 17.09.2007 Beiträge: 41 Wohnort: Erkrath
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[183774] Verfasst am: 19.07.2008, 04:34 Titel: Blackstone baut riesigen Windpark vor Helgoland |
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Blackstone baut riesigen Windpark vor Helgoland (Zitat)
Aufschwung für die Windkraftbranche: Der Finanzinvestor beteiligt sich am Bau der riesigen Anlage „Meerwind" vor Helgoland. Und das Projekt "Ventus" von E.on, Vattenfall und EWE hat bereits grünes Licht erhalten. Die US-Beteiligungsfirma Blackstone steigt als erster Finanzinvestor in das Geschäft mit Windkraftanlagen vor der deutschen Küste ein. Der Finanzinvestor beteiligt sich an dem mehr als eine Mrd. Euro teuren Bau der Anlage „Meerwind“ nordwestlich von Helgoland. Aus Finanzkreisen war verlautet, dass die Investitionen in erster Linie von Blackstone getragen werden. Die Bundesregierung begrüßte die Ankündigung, die ihre Pläne zum Ausbau des Ökostroms unterstützt.Das Geld will Blackstone über eine Fremdfinanzierung und über Eigenmittel bereitstellen, sagte ein Sprecher. Auch an der Betreibergesellschaft des See-Windparks würde Blackstone die Mehrheit kaufen. Blackstone gehört zu den größten Private-Equity-Häusern der Welt und ist unter anderem an der Deutschen Telekom beteiligt.
Der von der Bundesregierung für den Klimaschutz gewünschte Bau von Windparks in Nord- und Ostsee stockte bislang, weil nur wenige Geldgeber die erheblichen Risiken eingehen wollten. Investoren wie Blackstone suchen jetzt aber wegen der weltweiten Finanzmarktkrise nach neuen Anlagemöglichkeiten. Der deutsche Windstrom gilt als lukrativ, weil der Staat die Produktion mit festgelegten Preisen unterstützt. Josef Auer, Energieanalyst der Deutschen Bank, sagte, Blackstone habe bewiesen, dass Windstrom nicht nur eine „Spinnerei der Deutschen“ sei, „sondern dass hier Leute auftreten, die das Geld und das Wissen haben, das Geschäft weltweit zu entwickeln.“ Das Projekt „Meerwind“ hat der die Berliner Firma „Windland Energieerzeugung“ initiiert. Nach eigenen Angaben wird das Unternehmen auch weiter an dem Off-Shore-Park beteiligt bleiben. In der Endphase sollen im Windpark 80 Windturbinen eine Leistung von 400 Megawatt erzeugen. Damit könnten jährlich eine halbe Mio. Haushalte mit Strom versorgt werden. Der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Windland, Joachim Falkenhagen, sagte, mit einem Baubeginn sei 2010 oder 2011 zu rechnen. Bis jetzt gebe es noch keine Verträge mit Turbinenherstellern, die die 80 Propeller liefern könnten. Auch konkrete Verhandlungen könnten erst jetzt aufgenommen werden, mit einem finanzstarken Investor wie Blackstone im Rücken. Doch die Gespräche mit den Turbinenbauern dürften schwer werden. In den vergangenen Monaten hatten die großen Stromkonzerne ganze Jahresproduktionen aufgekauft. Nach Angaben aus der RWE-Sparte für erneuerbare Energien, RWE Innogy, sollten die ¿Anlagen benutzt werden, um Entwickler wie Windland in gemeinsame Projekte zu zwingen. Nur gegen eine Beteiligung an Off-Shore-Parks sollten Turbinen geliefert werden. Windland-Chef Falkenhagen zeigte sich optimistisch gegen diesen Widerstand Anlagen kaufen zu können. „Es gibt auch Anbieter aus Dänemark. Und zur Not bauen wir ein Jahr später.“ Energieanalyst Auer sieht auch noch ein weiteres Problem. Der Netzausbau für den Anschluss der Stromfabriken im Meer sei noch nicht weit vorangeschritten. Neben Blackstone bauen auch die Stromkonzerne ihr Windgeschäft aus. Das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gab grünes Licht für den von E.on, Vattenfall und EWE finanzierten Bau des ersten Off-Shore-Windparks „Alpha Ventus“ in der Nordsee. Rund 45 Kilometer nördlich von Borkum können nun die ersten zwölf Rotoren mit je fünf Megawatt Leistung aufgestellt werden. „Damit wird Alpha Ventus das erste Windparkprojekt in Deutschland sein, das voraussichtlich ab Herbst Strom auf hoher See produziert“, sagte Christian Dahlke vom BSH. Der Bund fördert das Projekt mit rund 50 Mio. Euro.
Quelle:[Links nur für angemeldete User] _________________ Liebe Grüße an alle Andrea aus Erkrath |
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Monika Oberleutnant
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 5568 Wohnort: Westerwald
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[185388] Verfasst am: 05.08.2008, 08:09 Titel: |
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.... und wieder mal negative Meldungen, was die Schiffsverbindungen von und zur Insel betrifft
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Karl Leichtmatrose

Anmeldedatum: 15.09.2007 Beiträge: 46 Wohnort: D- Erkrath
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[185440] Verfasst am: 06.08.2008, 04:56 Titel: Kein Hamburger Schlick vor Helgoland |
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Minister: Kein Hamburger Schlick vor Helgoland ab 2012(Zitat)
Hamburg darf seinen Hafenschlick von 2012 an nicht mehr vor der Nordseeinsel Helgoland verklappen. Schleswig-Holsteins Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) lehnte es ab, eine entsprechende Vereinbarung zu verlängern: "Es wird keinen weiteren Folgevertrag mit Hamburg über Sedimentverlagerungen aus der Tideelbe geben", sagte der Minister dem "Hamburger Abendblatt" am Dienstag. Die Hansestadt müsse ihr Schlickproblem endlich lösen.
Hafenverwaltung reagiert gelassen
Nach Informationen von NDR 90,3 stieß die Entscheidung auf Gelassenheit bei der Hamburger Hafenverwaltung HPA. Diese arbeite an verschiedenen Konzepten, um das ständige Versanden des Hafenbeckens zu verhindern. Sedimente mit geringer Schadstoffbelastung wolle die Behörde künftig im Verlauf der Tideelbe statt in der Nordsee verklappen, sagte HPA-Baudirektor Heinz Glindemann.
Acht Millionen Kubikmeter Schlick
Bis 2011 darf die Hansestadt noch acht Millionen Kubikmeter Schlick aus der Tideelbe vor der Hochseeinsel verklappen - so viel, wie in mehr als 240.000 Standardcontainer passen. Das hatte das Kieler Kabinett vor Kurzem beschlossen. "Schleswig-Holstein hat Hamburg das allerletzte Mal geholfen", sagte der Minister. Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen hatten sich vor wenigen Tagen darauf verständigt, dass die Schlick-Verklappung in der Nordsee "schnellstmöglich" eingestellt werden solle. Die Erklärung der drei Länder beinhaltete aber kein konkretes Datum.
Quelle:[Links nur für angemeldete User] _________________ Grüße von A. u. K. aus Erkrath |
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Monika Oberleutnant
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 5568 Wohnort: Westerwald
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[185867] Verfasst am: 11.08.2008, 17:28 Titel: |
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... hier ein kurzes Video, wie der Kat aus dem Hafen ausläuft
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Neelix Bootsmann

Anmeldedatum: 25.08.2005 Beiträge: 1121 Wohnort: im Frankenlande
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[191859] Verfasst am: 03.10.2008, 12:48 Titel: |
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Also ich komme gerade von Helgoland und es war wieder sehr schön. Das Wetter war bis auf 2 Tage bestens.
Ab 1.Oktober ab hatte ich den Eindruck, daß die Herzen der Insulaner zweigeteilt sind. Auf der einen Seite gibt es tatsächlich noch Vermieter, die denken, die Hauptsaison geht bis Mitte Oktober oder noch länger. Auch gehen die Uhren ab Oktober etwas anders. Bis September gibt es z.B. einen Art Veranstaltungskalender, der einem für jeden Tag sagt, wo was geboten wird. Aber ab 1.10. ist da nichts mehr, und wenn ich fragend einwende, es seien doch noch Gäste da, dann bekomme ich zur Antwort (leise flüsternd), es wird halt nichts mehr angeboten. Das finde ich schon etwas schwach. Aber halt, es werden noch einige Sachen angeboten, aber man muß immer erst nachfragen, ob diese Sache auch durchgeführt wird.
Aber zum Glück bin ich nicht nach Helgoland gefahren, um was zu erleben, sondern um Ruhe zu tanken und abzuschalten!
Und was mir noch am Herzen liegt ist die Tatsache, daß ich von allen Helgoländern sehr zuvorkommend und freundlich bedient wurde. _________________ Am Ende des Tunnels wird es wieder hell! |
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Monika Oberleutnant
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 5568 Wohnort: Westerwald
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[197273] Verfasst am: 11.12.2008, 20:45 Titel: |
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Der Umbau der "Funny Girl" hat sich gelohnt
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Westküste Kapitänleutnant

Anmeldedatum: 20.07.2008 Beiträge: 13076 Wohnort: Büsum
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[197275] Verfasst am: 11.12.2008, 21:42 Titel: |
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toll ! die wurde von innen ja richtig aufgemöbelt.
Ob uns da ab der nächsten Saison eine Fahrpreiserhöhung erwartet ?  _________________ sei schlau - bleib dumm |
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sharkman Kapitänleutnant

Anmeldedatum: 05.10.2004 Beiträge: 15594 Wohnort: 50° 58´54" N / 7° 8´ 5" E
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[201059] Verfasst am: 04.02.2009, 19:51 Titel: |
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| Zitat: | Eine Prinzessin für Helgoland
Vor 150 Jahren unterschrieb der Sultan von Sansibar mit den Hansestädten Hamburg, Bremen und Lübeck ein Handelsabkommen. Jetzt soll die ostafrikanische Trauminsel eine überraschende Städtepartnerschaft eingehen - mit dem spröden norddeutschen Pinneberg. |
Bei[Links nur für angemeldete User] gibt`s den passenden Artikel dazu. _________________ „Wer gestern jung war, muss heute nicht von gestern sein"  |
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Monika Oberleutnant
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 5568 Wohnort: Westerwald
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[202635] Verfasst am: 15.02.2009, 21:47 Titel: |
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Vom Imperativ der Spucktüte
Es beginnt mit Unwohlsein, Frösteln und Drücken in der Magengegend. Kotzen bringt nichts. Erleichterung ist nur vorübergehend.
Bei schwerer Seekrankheit wird bis zur Magenleere erbrochen. Auf der Helgolandfähre geht man damit locker um
"Funny Girl" - lustiger Name. Gibt's nicht ein Musical, das so heißt?
Dieses "Funny Girl" ist eine Fähre und bringt uns von Cuxhaven nach Helgoland.
Man sieht sofort, wer öfter fährt, und wer nicht.
Die, die selten fahren, trauen den ersten Seemeilen, die, die immer ruhig sind, essen Pommes oder mitgebrachte Stullen, trinken Bier.
Von denen, die oft fahren, trinken auch einige Bier.
Und so denken die, die selten fahren, sie machen alles richtig.
So sind die Fallen, in die man gerne mal tapst.
Nach einer halben Stunde bittet der Kapitän die Gäste,
sich einen sicheren Platz zu suchen, Gläser und Flaschen gut zu verstauen.
Es könnte ein wenig unruhig werden. Da grinsen die, die selten fahren, und stupsen sich, weil bislang doch alles glatt ging.
"Oller Kapitän", denken sie. Der Horizont, den man sieht, wenn man aus dem Fenster guckt,
und der eben noch dort war, wo er sein soll, ist plötzlich mal zu weit oben und zu weit unten.
Mal oben, mal unten. Oben, unten. Ups.
Die Seekrankheit, die der Mediziner Kinetose nennt, kann in der Luft,
im Raum, und beim Seemann an Land auftreten.
Sie hat mit der ungewohnten Bewegung zu tun.
Hoch, runter, das haben wir im Alltag nicht. Entweder hoch oder runter. Es ist der ständige Wechsel, der einem auf den Magen schlägt.
Man kann im Auto seekrank werden, in Zügen mit Neigetechnik, Flugzeugen.
Der Fahrzeuglenker bleibt meist verschont.
Auf der "Funny Girl" haben wir es - da wir nun draußen auf der Nordsee sind - mit der klassischen Seekrankheit zu tun.
Sie beginnt mit Unwohlsein, Frösteln und Drücken in der Magengegend.
Paare, von denen ein Partner angegriffen wirkt, unterhalten sich flüsternd.
Hätte man nur nicht die Pommes, die Stulle?
Nicht dran denken. Nicht an Essen denken. Aber in der Luft hängt der Geruch, auch der von Bier,
dem die Hartgesottenen ungerührt noch immer zusprechen.
Einige liegen leise schnarchend auf zu kurzen Bänken.
Stiefel ragen über sie hinaus, die blonde, vierschrötige Stewardess,
die längst weder Kaffee, Ei- und Mettbrötchen, noch Piccolo serviert, weicht ihnen aus.
Es gibt Reisemedikamente, das sind echte Ausknipser.
Am Nebentisch hat es den Mann erwischt. Sie krault ihn hinter den Ohren. Im Gesicht zwischen den Ohren ist kein Blut.
Drüben, die Gruppe, die vor dreißig Minuten eine Lage nach der anderen weggepumpt hat,
löst sich auf, jeder sucht sein Heil in der Flucht auf die Toilette.
Die wird ein Ort, der auch den Nicht-Seekranken krank macht.
Vor Jahren, in einem Hovercraft auf dem Ärmelkanal,
bei Gewitter und schweren Böen, soff eine Horde rotnasiger Schotten die Lager leer.
Singend und die Stewardessen - die sich bei dem Seegang kaum auf den Beinen hielten - hin- und her jagend,
während sich beim überwiegenden Rest der Passagiere das Innerste nach Außen kehrte.
Keine Fluchtmöglichkeit - Hovercrafts haben kein Deck.
Auf der "Funny Girl" wird in jeder Ecke gegähnt. Schlechtes Zeichen.
Uns geht's gut, wir fuhren kürzlich bei Windstärke 8,5 und vier Meter hohen Wellen nach Helgoland.
Da waren auch wir kurz davor, dem Magen freien Lauf zu geben.
Jens Röw, der auf dem Leuchtturm Helgoland arbeitet und dessen Familie Jahrhunderte lang vom Fischfang lebte,
war als Kind seekrank, bis es in der Pubertät aufhörte.
Bei anderen hört es nie auf.
Seeleute, die Jahrzehnte unbehelligt blieben, werden von der Kinetose überrascht.
Ein junges Mädchen führt als erste die Spucktüte ihrem Zweck zu.
Sie lässt, weiß wie die Wand, die Tüte offen stehen, was geruchstechnisch und überhaupt gefährlich ist.
Ein Passagier macht sie darauf aufmerksam.
Die Stewardess geht durch die Reihen und verteilt Spucktüten.
Sie schaut jedem ins Gesicht und entscheidet dann. Wir kriegen keine, der Nebentisch schon.
Und, als sei die Spucktüte eine Aufforderung, steht der Mann auf und macht sich auf den Weg.
Das Kraulen war vergeblich.
Ein säuerlicher Geruch weht durchs Schiff.
Der Weg nach Helgoland, zweieinhalb Stunden, zieht sich, wenn einem übel ist.
Bei Gegenwind und schlechtem Wetter kann sich die Fahrtzeit um bis zu einer Stunde verlängern.
Nun befasst sich auch die fidele Piccolo-Combo mit den Spucktüten. Die Stewardess hat sich in keinem einzigen Fall geirrt.
Wer sehr elend aussieht, bekommt Tipps: An Deck gehen, frische Luft schnappen, auf den unbeweglichen Horizont schauen.
Kotzen bringt nichts. Die Erleichterung ist nur vorübergehend.
Bei schwerer Seekrankheit wird bis zur Magenleere erbrochen.
Weiter treten auf: schwere Depression und der Wunsch zu sterben.
Es gibt Leute, die wollen dann über Bord springen. Heute nicht.
Wer die Fähre meiden will kann fliegen. Wobei das in den kleinen Maschinen wenig Spaß macht.
Andere Spucktüten, keine Toiletten, kein Deck, keine Frischluft.
Und man kann nicht auf Gummibeinen die Gangway herunter staksen, bis man Helgoländer Boden unter den Füßen hat.
Man dreht sich um und sieht durchs Bullauge die Stewardess, die aufräumt. ROGER REPPLINGER
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