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Flutkatastrophe in Südasien

 
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schwesterherz
Bootsmann


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Beitrag[7631] Verfasst am: 03.01.2005, 00:47    Titel: Flutkatastrophe in Südasien Antworten mit Zitat

Das Seebeben von Südasien hat uns alle getroffen. Am Anfang dachte man, es handelt sich um eine der üblichen Katastrophen und Südasien ist ja auch sooo weit weg. Die Urlaubsgebiete werden dominiert von den reichen Hotels, die genug Geld machen und unsere Unterstützung nicht brauchen. Und der Rest? Sind doch sowieso nur arme Leute, und so ein paar Blechhütten sind doch schnell wieder aufgebaut.

Dann sieht man die Bilder, sieht die stündlich steigenden Zahlen der Toten und Vermissten und begreift langsam das ganze Ausmaß der Katastrophe.

Ich habe kürzlich eine Reportage über das Konzert eines derzeit angesagten Rockstars in London gesehen, bei dem 125.000 Besucher anwesend waren, die auch per Hubschrauberbilder aus der Luft gezeigt wurden. Wenn man dann die Parallele zieht, dass diese unvorstellbare Riesenmenschenmenge und noch mehr einfach ihr Leben lassen mussten und wiederum tausende unversorgt zurücklassen, fehlen einem einfach die Worte.

Auch wenn wir hier schwere Zeiten haben und UNS keiner hilft, sollten wir doch erkennen, wenn ANDERE unsere Hilfe tausendmal nötiger brauchen als wir selbst und dankbar für jeden Cent sind.

Ich spende sonst auch nicht viel (außer meinem Blut) und hab auch keine Ahnung, ob alles auch da ankommt, wo es soll. Dass die Organisationen nicht umsonst arbeiten, ist auch klar. Aber ich bin dankbar, dass diese Aufgabe überhaupt jemand übernimmt. ICH wollte es nicht tun und bin froh, dass ich einfach auf ein bereits eingerichtetes Konto zügig überweisen kann und sicher bin, dass es den Menschen in Not hilft.

Spendet ihr auch?
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Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
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NilsWOB
Matrose


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Beitrag[7635] Verfasst am: 03.01.2005, 03:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schwesterherz,

Finde es gut das Du dieses Thema ansprichst. Es ist echt schrecklich was da passiert ist!!! Finde es total wichtig das diesen Menschen dort geholfen wird.

Schön wäre es aber auch wenn wir alle auch mal an die Menschen denken die täglich in Afrika zum Beispiel an Hunger sterben. Das zeigt die Kamera kaum noch, kennt ja jeder schon, nichts besonderes mehr...
Finde es traurig das dieses Unglück so von den Medien aufgepauscht wird damit die Zuschauerzaheln wieder stimmen. Wären dort keine Menschen aus Europa bzw. direkt aus Deutschland betroffen, so wäre das nicht so bei uns in den Medien.

Hoffe das in Zukunft sich solche Katastrophen nicht wieder ereignen und das auch in armen Ländern alles für die Vermeidung solcher Katastrophen getan wird.

Aber wir dürfen nicht vergessen, die Natur werden wir nie beherschen.
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snowcat
Leutnant


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Beitrag[7646] Verfasst am: 03.01.2005, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

@schwester,

auch ich möchte dir danken, daß du dieses Thema hier angeschnitten hast. Ich habe mir die ganzen Tage schon überlegt, ob ich etwas zu dieser Naturkatastrophe schreibe, aber man ist so sprachlos über das gewaltige Ausmaß, zumindest ich, daß mir nicht die passenden Worte dazu eingefallen sind.

Da ich den Menschen in Südostasien nicht anders helfen kann habe auch ich gespendet.

Ich glaube, daß wir in der nächsten Zukunft noch viel öfter mit solchen Naturgewalten konfrontiert werden.

Die Natur zeigt uns überheblichen Menschen mal wieder mit ihrer vollen Macht wie klein und unbedeutend der Mensch doch eigentlich auf dieser Welt ist.
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bongo
Bootsmann


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Beitrag[7650] Verfasst am: 03.01.2005, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Was NilsWOB schrieb, möchte ich ganz dick unterstreichen. Das Seebeben hat gerade deshalb so viel Aufsehen in der westlichen Welt erregt, weil beliebte Urlaubsgebiete und damit auch westlichen Touristen betroffen sind. Diese Wertung ist keinesfalls verwerflich, sondern sehr verständlich.

Das wiederum hat zu einer sehr großen Welle (das Wort mag nun unpassend sein) der Hilfsbereitschaft geführt. Das ist sehr begrüßenswert, aber Tote kann man mit Spendengeldern auch nicht wieder lebendig machen. Die hohe Zahl der Opfer ist erschreckend, der materielle Schaden dagegen überschaubar. Abgesehen vom Westen Sumatras sind ja nur die Küstenstreifen von wenigen hundert Metern Breite betroffen. Größere Städte hat es kaum getroffen. Daher besteht die Gefahr, dass mehr Spendengelder zusammenkommen, als benötigt werden.

Ich denke, wir sollten unsere nun wieder geweckte Spendenbereitschaft den wirklich Ärmsten den Armen zukommen lassen, den Menschen, die von Bürgerkriegen und Dürren gepeinigt zu verhungern drohen. Vielleicht ist eine Spende an eine große internationale Hilfsorganisation unseres Vertrauens ohne Angabe eines Verwendungszwecks angebrachter.
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Sag unter Freunden die Wahrheit und man mag dich nicht mehr!
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snowcat
Leutnant


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Beitrag[7651] Verfasst am: 03.01.2005, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

@bongo und Nils,

vielleicht habt ihr Recht, aber rund EINE MILLION Obdachlose und die Gefahr der Seuchen sind nicht von der Hand zu weisen.
Mir ist es eigentlich egal wer dort gestorben ist, ob Einheimische oder Europäer oder Amerikaner. Es sind alles Menschen, Menschen um die in diesen Stunden getrauert wird.
Aber so traurig es ist, diese Menschen kann kein Geld der Welt wieder lebendig machen.

Aber die Menschen die dort überlebt haben sind die, DIE die in diesen Stunden am meisten leiden und diese Menschen müssen unterstützt werden.
Lt. Unicef sind in Aceh allein 700.000 Kinder von Krankheit, Nahrungs- und Wassermangel, körperlichen Verletzungen, seelischen Traumata oder dem Verlust der Eltern betroffen.
Wasseraufbereitungsanlagen können ohne Geld nicht in Gang gesetzt werden.
Lebensmittel können ohne Geld nicht beschafft werden und erst recht nicht in die am schlimmsten betroffenen Gebiete gebracht werden.
Die Medikamente müssen bezahlt werden.
Und Kinderheime müssen gebaut werden für die Waisenkinder und diese Kinder brauchen eine lange Zeit Unterstützung!
Aber Unterstützung muß bezahlt werden!

Ich kann mir auch gut vorstellen, daß z.B. Unicef Geld, das vielleicht übrig bleibt, dann sinnvoll in anderen Gebieten einsetzt.
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NilsWOB
Matrose


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Beitrag[7653] Verfasst am: 03.01.2005, 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Snow,

Die Zahlen die du aufgeführt hast treffen in Afrika alleine auf ein Land zu.
Aber wichtig ist an der ganzen Sache:

Es gibt Menschen Weltweit die täglich um ihr Überleben kämpfen, und da sind wir gefragt zu helfen.
Ich weiss das viele jetzt sagen weren das es uns auch nicht mehr so gut geht, das mag zwar stimmen, aber wir dürfen nicht nur auf uns schauen: Da draußen in der weiten Welt gibt es Sachen die wir nicht glauben würden. Es gibt Menschen die nur den nächsten Tag erleben weil sie den Kod von tieren essen.schlimm ist das!!!!
Uns wird doch nur die Armut so gezeigt wie wir sie sehen sollen.
Leider haben die Medien diese Macht.

Kann da einen Film sehr empfehlen: Der Marsch
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snowcat
Leutnant


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Beitrag[7654] Verfasst am: 03.01.2005, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

@Nils,

wir sind täglich gefragt!

Und wer kann der soll auch helfen und diesmal fühlte ich mich dazu, mehr als sonst, verpflichtet zu helfen!

Nicht wegen den Europäern nein, wegen den Indern, den Thailändern, den Menschen auf Sumatra, Sri Lanka!!!!!!

In Afrika machen die Europäer auch Urlaub und liegen am Strand obwohl im Landesinnern die Menschen verhungern.

Ich war noch in keinem der o.g. Länder auch nicht in Afrika und meine Spende kam nicht damit sie die Strände wieder für uns Europäer erstrebenswert machen sondern damit den Menschen geholfen wird.

Aber gut, spielen wir das Zenario durch.
Nimm alle Spenden die für Südostasien bestimmt sind zurück und schicke sie nach Afrika oder wer weiß wo hin.

Ist das dann besser?

Eigentlich sollten wir froh sein, daß Viele erkennen, daß wir auf der ganzen Welt zusammen stehen müssen und uns helfen müssen wenn jemand in Not geraten ist.
Und da sollte keiner nachfragen: "Wo ist das, gehen dort die Europäer hin und machen Urlaub? Sind dort Deutsche umgekommen?"
Bei den vielen Menschen die ertrunken sind, sind doch die "Ausländer" ein verschwindend kleiner Prozentsatz!

Außderdem sind in den von dir genannten Gebieten die Hilfsorganisationen schon seit Jahren am Werk und versuchen die Not zu lindern.

Und wie schon gesagt, überschüssige Gelder werden von den Organisation wie Rotes Kreuz oder Unicef und wie sie alle heißen bestimmt nicht unter den Kollegen verteilt sonder dann bestimmt für andere Hilfsprojekte verwendet!
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NilsWOB
Matrose


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Beitrag[7655] Verfasst am: 03.01.2005, 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo snow,

Meinte das mit dem Geld nicht so.
Klar ist die Hilfe wichitg.
Aber müssen erst Spenden gemacht werden wenn die Katastrophe da ist??
Möchte das auch andere arme Länder mit ihren Problemen in den Blickpunit gestellt werden!!!
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Alpengirl
Kapitänleutnant


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Beitrag[7662] Verfasst am: 04.01.2005, 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben schon gespendet und hoffentlich tun es noch viele.

AG
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Ma mueß allat s´Bescht hoffa, s´Schleacht kommt vo sell....
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Pauline
Oberleutnant


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Beitrag[7663] Verfasst am: 04.01.2005, 18:31    Titel: hi Antworten mit Zitat

Auch wir haben gespendet.

Außerdem unterstützen wir seit einem Jahr ein Patenkind in Honduras und haben in dieser Zeit drei Briefe von seiner Mutter erhalten, denn der Junge ist erst 4 Jahre alt. Kann also selbst noch nicht schreiben.

Gruß Pauline
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Moondew
Bootsmann


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Beitrag[7667] Verfasst am: 05.01.2005, 01:15    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ich habe spontan nach den Berichten über die Tsunami gespendet. Ich unterstütze aber auch seit einigen Jahren die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ mit einem monatlichen Beitrag und vertraue dieser Organisation, dass sie das Geld wirklich dort einsetzt, wo es am Dringendsten benötigt wird.

Im Moment kann man Spendenaufrufen nicht „entgehen“. Kein Radiosender, wo zwischen fetziger Musik der Moment der Betroffenheit eingeschoben wird, keine Zeitung, in der nicht die Spendenkonten bekannt gegeben werden, fast keine Homepage, in der nicht auf der Startseite Spendenaufrufe platziert sind. Ich könnte mir vorstellen, dass es dadurch bald zu einer Spendenmüdigkeit kommen könnte.

Sehr interessant fand ich in diesem Zusammenhang auch den [Links nur für angemeldete User] in spiegel-online. Leider gibt es dort keine Antwort, was mit den Spendengeldern geschieht, die für einen bestimmten Zweck gedacht sind, aber nicht mehr benötigt werden. Wichtig fand ich außerdem den Hinweis auf weitere Krisengebiete in der Welt, deren Elend durch eine Tsunami nicht beendet wird.
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NilsWOB
Matrose


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Beitrag[7670] Verfasst am: 05.01.2005, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Hoffe dass das Geld dort ankommt wo es benötigt wird.
Sehr positiv beeindruckt hat mich das die Bevölkerung in Deutschland so viel spendet. Hoffentlich tritt nach dieser Katastrphe keine Spendenmüdigkeit ein, wäre schade!!!!

Ist echt komisch, da bis gestern mich dieses Thema, wie wohl diee meisten von uns nicht direkt betroffen hat. Heute mußte ich leider erfahren das meine ehmemalige Lehrerin und ihr Mann in Asien vermisst werden.
Hoffe sehr das es den beiden gut geht und das sie bald wieder bei ihrer Tochter sind.
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Tazman
Fähnrich


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Wohnort: Haltern am See/Nördliches Ruhrgebiet

Beitrag[7671] Verfasst am: 05.01.2005, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Moin!

Ich habe als ich am 30.12. mein Gehalt von der Bank abgeholt habe auch gespendet.

In der Tageszeitung hatte ich vor kurzen gelesen das aus unseren kleinen Ort auch zwei Personen vermisst werden die dort Urlaub machen.
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Gruß,René
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erika
Kapitänleutnant


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Wohnort: Wuppertal-Cronenberg

Beitrag[7672] Verfasst am: 05.01.2005, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich kann ich den Worten meiner Vorredner/innen nicht viel hinzufügen. All das ist schlimm genug. Unser Stadteil nimmt jedoch ein wenig mehr als mach andere am Schicksal dieser Leute teil, denn in unserer Nachbarschaft leben seit etlichen Jahren zwei Famiien aus Sri Lanka, Tamilische Flüchtlinge. Eltern und Geschwister haben überlebt . Sie und ihre Nachbarn werden nun von den Nachbarn ihrer hier lebenden Anghörigen unterstützt, mit dem was nötig ist um neu anzufangen. Es kommen keine Riesensummen zuammen, aber der Wille zählt. Keine schlechte Idee finde ich, denn es ist Nachbarschaftshilfe , die nur diesmal ein wenig ausgeweitet. grüße erika
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sharkman
Kapitänleutnant


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Wohnort: 50° 58´54" N / 7° 8´ 5" E

Beitrag[23807] Verfasst am: 21.07.2005, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Warnen wie Delfine
(MOONDEW, das große Vorbild)

Tsunami-Warnsystem aus Berlin

Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin haben nach dem Vorbild von Delfinen eine drahtlose Übertragungstechnik für Tsunami-Warnsysteme entwickelt. Dem fünfköpfigen Forscherteam gelang es, die von den Meeressäugern genutzte Kommunikation im Ultraschallbereich in technische Systeme umzusetzen. Das System könnte künftig den bisher aufwändigen und teuren Datentransport über tausende Kilometer Kabel ersetzen, der beispielsweise für ein Tsunami-Warnsystem im Indischen Ozean notwendig wäre.
Delfine erkennen zum Beispiel, ob sie ein Signal direkt oder nur auf Umwegen erreicht, etwa durch Reflexion an Klippen oder dem Meeresgrund, erklärte der Leiter des Forscherteams, Konstantin Kebkal. Nach diesem Vorbild sei ein Übertragungsmodem entwickelt worden, mit dem sich elektronische Daten bis zu zwei Kilometer weit im Meer verbreiten ließen. Ein industriereifer Prototyp existiere bereits.
Tausende Kilometer Kabel vermeidbar
Derzeit arbeiten die Forscher an einem robusteren Gerät, das Distanzen zwischen sechs und acht Kilometern überbrücken soll. Damit wären laut Kebkal auch große Teile der Tiefseegräben direkt erreichbar, deren seismische und vulkanische Aktivität immer wieder die gefürchteten Tsunami auslöst. Bisher müssen Tieftauchsysteme, Messfühler auf dem Meeresgrund oder Inspektionsgeräte für Pipelines verkabelt werden, da die Funkverbindungen im Meerwasser sehr störanfällig sind. Bei einem Warnsystem im Indischen Ozean wären unzählige Messfühler und tausende Kilometer teure Spezialkabel erforderlich.
Im Dezember hatte in Südostasien ein Seebeben eine Tsunami-Flutwelle verursacht, die rings um den Indischen Ozean mehr als 270.000 Menschen tötete.

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„Wer gestern jung war, muss heute nicht von gestern sein"
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