Andy Obermaat
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[240654] Verfasst am: 02.06.2010, 09:52 Titel: Sendung mit der Maus Thema heute: Geldautomaten knacken |
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Wieso, weshalb, warum ....wer nicht fragt bleibt dumm
| Zitat: | Knacktipps aus der Kinderserie
Bankräuber holen sich Fachwissen aus der Sendung mit der Maus
Dellstedt (plu) Aus der „Sendung mit der Maus“ und vom Internetportal „You Tube“ haben die Einbrecher ihr notwendiges Fachwissen bezogen: Das teilte der Haupttäter beim Prozessauftakt mit.
Wegen eines gescheiterten Bankeinbruchs in Dellstedt sowie diverser Einbrüche in Heider Firmen und ein Mehrfamilienhaus müssen sich fünf Männer im Alter von 24 bis 41 Jahren vor dem Meldorfer Amtsgericht verantworten. Vier kommen aus Heide, einer aus Süderdeich. Beim Jüngsten kam noch Drogenhandel hinzu.
Geldnot trieb die Männer zum Einbruch. Am 29. Januar 2009 sah der 41-jährige Haupttäter die „Sendung mit der Maus“. Darin wurde ausführlich die Funktionsweise eines Geldautomaten erläutert. „Ein Automat wie in der Sendung steht doch auch in meinem Heimatdorf“, dachte sich der Mann. So kam ihm die Idee, den in einem unbewohnten Gebäude stehenden Automaten zu knacken. Er besprach den Plan mit dem 24-Jährigen. Zum Schmierestehen brauchten sie zwei weitere Komplizen, die sie in zwei Familienvätern fanden – beide, wie auch der 24-Jährige, vorbestraft. Auf „You Tube“ erfuhr die Gruppe, wie eine telefonische Alarmanlage auszuschalten ist.
Gegen Mitternacht startete die Aktion. An den Ortseingängen von Dellstedt wurden zwei Männer zum Aufpassen postiert. Über Konferenzschaltung standen sie telefonisch mit dem 24-Jährigen in Kontakt. Der trug die Werkzeugtasche und stand vor der Bank Schmiere, während der maskierte 41-Jährige als erstes zwei Telefonkästen lahmlegte, dann drinnen die Kameras blind sprühte und zu flexen begann. Etwa eine Stunde mühte er sich. Dann fuhr plötzlich die Polizei in einem zivilen Auto vor, alarmiert vom stillen Alarm. Die Polizei war auf einem von den Tätern unbewachten Weg in den Ort eingefahren. Der 24-Jährige rief „Polizei“ ins Handy. Die Wachposten gingen sofort stiften, während der 41-Jährige in der Bank wegen der lauten Flex nichts mitbekam. Als er die Polizei bemerkte, war der erste Beamte nur noch wenige Meter entfernt. Doch ihm gelang die Flucht auf der er, verfolgt durch einen Beamten, an einem Zaun hängenblieb und bis auf das T-Shirt seine Oberbekleidung verlor. Während er zu Fuß bis zum Heider Bahnhof lief und von da mit dem Zug weiter nach Wesselburen flüchtete, warteten die übrigen drei Täter in einem Versteck den Morgen ab, bevor sie sich zum Auto trauten und heimfuhren.
Um seine Finanzprobleme zu lösen, beging der 41-Jährige bis August noch diverse Einbrüche in Heide. Da soll dann auch der fünfte Mann mit dabei gewesen sein. Die Polizei kam den Angeklagten alsbald auf die Schliche und hörte ihre Telefone ab. Richter Christian Korf trennte dieses Verfahren ab. Es wird am 7. Juni fortgesetzt. Die drei übrigen Angeklagten verurteilte das Gericht wegen versuchten schweren Einbruchs zu Bewährungsstrafen: Die beiden Familienväter bekamen jeweils zehn Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf zwei Jahre zur Bewährung, der 24-Jährige 16 Monate ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. |
Quelle: DLZ vom 2.6.10
Erinnert mich irgendwie an die Olsen Bande im TV  _________________
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