| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
sharkman Kapitänleutnant

Anmeldedatum: 05.10.2004 Beiträge: 15588 Wohnort: 50° 58´54" N / 7° 8´ 5" E
|
[214786] Verfasst am: 24.07.2009, 02:22 Titel: |
|
|
| Zitat: | Ein Rollstuhl für Fahrten im Watt
Barrierefreier Urlaub: Nationalparkverwaltung verleiht neuartigen Amphibien-Rollstuhl
Von Jörg Lotze
Dithmarschen – Er ist 1,20 Meter breit, 1,90 Meter lang und ermöglicht Menschen mit Gehbehinderungen eine Tour durchs Watt: ein neuartiger Tiralo-Rollstuhl, der ab sofort bei der Nationalparkverwaltung in Tönning kostenlos ausgeliehen werden kann. Auch nach Dithmarschen.
Monika Hecker vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, spricht von einer echten Neuheit für die Westküste. „Bisher sind solche Spezialgefährte nur an der Ostsee im Einsatz. Dort setzt sich beispielsweise der Kinderschutzbund Ostholstein seit Jahren für einen barrierefreien Urlaub an der Ostküste ein. Denn, so der Kinderschutzbund: Auch Menschen mit Behinderungen, vor allem Kinder und Jugendliche, haben die gleichen Urlaubswünsche wie nicht behinderte Touristen.
Und das gilt natürlich gleichermaßen auch für die Westküste. „Daher haben wir uns entschlossen, ebenfalls einen solchen Wattrollstuhl einzusetzen, der bei uns in Tönning gebucht und abgeholt werden kann“, sagt Monika Hecker.
Der amphibische Tiralo-Rollstuhl wurde in Frankreich hergestellt und ist dem Nationalpark Wattenmeer für eine Saison auf Probe vom Kinderschutzbund Ostholstein zur Verfügung gestellt worden. „Wenn das Gesamtprojekt gut verläuft, könnte er sogar dauerhaft in Tönning verbleiben“, sagt Bernd Heinemann, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Ostholstein.
Interessenten können sich bei der Nationalparkverwaltung einen Leihtermin buchen. Mit gewissen Wartezeiten ist zu rechnen, da es – wie gesagt– nur ein Exemplar gibt. Der Watt-Rollstuhl muss selbst abgeholt und später wieder nach Tönning zurückgebracht werden. „Anliefern und Abholen können wir leider nicht“, so Hecker. Der watttaugliche Rollstuhl sei gut zu transportieren, bequem und stabil, widerstandsfähig gegenüber Sand und Salzwasser – und sei leicht mit einer Hand zu steuern. Interessenten melden sich unter z 0 48 61/6 16 33. In Büsum, wo man schon seit fünf Jahren für 1,50 Euro pro Tag einen für Wattfahrten geeigneten Rollstuhl in der Touristinformation ausleihen kann, hat man gute Erfahrungen gemacht. „Die Nachfrage ist groß“, hieß es gestern vom Kur- und Tourismus-Service.
|
DLZ vom 23.07.2009 [Links nur für angemeldete User] _________________ „Wer gestern jung war, muss heute nicht von gestern sein"  |
|
| Nach oben |
|
 |
Pauline Oberleutnant
Anmeldedatum: 14.09.2004 Beiträge: 5617 Wohnort: Husumer Bucht
|
[268430] Verfasst am: 28.04.2012, 11:36 Titel: |
|
|
| Zitat: | Albersdorf
Steinzeit in Schleswig-Holstein
28. April 2012 | Von Sabine Sopha
Wie die Menschen vor 5000 Jahren Werkzeuge herstellten, was sie aßen und wie ihre Häuser aussahen, wird im Steinzeitdorf Albersdorf gezeigt.
Albersdorf. Klack. Klack. Klack. In schnellen Schlägen wird der Flintstein bearbeitet. Feine Splitter fliegen umher. Vorsicht ist geboten. Denn die Steinkanten sind scharf. Messerscharf. Daher haben unsere Vorfahren den vierthärtesten Stein der Erde auch für Waffen und Werkzeuge verwendet. Die steinigen Geräte gaben einer ganzen Epoche ihren Namen: Steinzeit.
Die hat seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Es gibt Steinzeitdörfer, Steinzeitromane und Experimente, in denen wie in der Steinzeit gelebt wird. Auch in Schleswig-Holstein. Unter Zeitreisenden ist der kleine Ort Albersdorf in Dithmarschen bekannt. Hier erwacht die Steinzeit an jedem Sonntag zum Leben.
Das Steinzeitdorf liegt in unmittelbarer Nähe von mehreren Großsteingräbern – eine ganz besondere Kombination, die durch das dazugehörige Museum ergänzt wird, betont Dr. Rüdiger Kelm. Er ist wissenschaftlicher Leiter des AÖZA, des archäologisch-ökologischen Zentrums Albersdorf, das von einem Förderverein getragen wird – und der Mitarbeit von vielen Freiwilligen.
Flintknollen: "Der Stahl der Steinzeit"
Einer von ihnen ist Jürgen Rüger. Seine Fellkappe verleiht ihm ein verwegenes Aussehen. Seine Brille macht aber deutlich, dass er ein Mann der Neuzeit ist. Klack. Klack. Klack. Vor einem der Holz-Lehm-Häuser ist Rüger damit beschäftigt, Flintsteine so zu bearbeiten, dass sie brauchbare Messer abgeben. In einem Plastikeimer lagert seine Ausbeute aus einer Kreidegrube bei Itzehoe – sogenannte Flintknollen, außen kreideweiß, innen stahlgrau und hart: „Der Stahl der Steinzeit.“
Steinzeit in Schleswig-Holstein (3:06)
Der ehemalige Oberstleutnant der Bundeswehr kam über das Bogenschießen ins Steinzeitdorf, war neugierig, las viel und ist inzwischen zu einem Stein-Experten geworden. Bereitwillig demonstriert der 70-Jährige seine Fähigkeiten. „Aber erstmal Handschuhe anziehen“, lacht Rüger. Das unterscheidet ihn von unseren Vorfahren.
Eines ist allen Steinschlägern gemeinsam: Sie benötigen Erfahrung. Aber so schwierig sei es gar nicht, sagt Rüger. In der linken Hand hält er die Knolle, mit der rechten Hand und einem Schlagstein trennt er ein scharfkantiges flaches Stück ab. Die Knolle liegt dabei weder auf dem Boden noch auf dem Tisch. Warum? „Sonst geht die ganze Energie des Schlages nicht in den Stein, sondern in den Untergrund.“ Ganz kurze Schläge müssten es sein, wie beim Karate, fügt er hinzu. |
[Links nur für angemeldete User] _________________ Altwerden ist wie auf einen Berg steigen.
Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht,
aber umso weiter sieht man.
(Sir Peter Ustinov) |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|